
Es waren und sind immer noch umfangreiche Recherchen notwendig, um die historische Authentizität der Buchreihen über die legendären aber fiktiven Schiffskatzen Rotbart, Pixie und ihrer KollegInnen zu gewährleisten. Dabei geht es nicht nur um seemännische und technische Fragen oder historische Ereignisse, sondern in noch viel größerem Maße um Naturgeschichte. Denn meine Protagonisten sind ja schließlich Entdeckungsreisende, die auf für sie fremde Kulturen, Tiere und Pflanzen stießen, von denen nicht wenige heute ausgestorben sind. Und bei näherer Beschäftigung mit dieser, der Globalisierungsgeschichte, wird immer deutlicher, welchen gewaltigen Anteil am verheerenden Klimawandel, dem Artensterben und nicht zuletzt auch den globalen Konflikten wir Europäer haben. Und damit wird auch deutlich, welche Verantwortung für die Bewältigung dieser Entwicklungen uns unsere Vorfahren hinterlassen haben und die heute so gerne verdrängt wird. Dieser Verantwortung können wir nur – und zwar im eigenen Interesse – gerecht werden, wenn wir uns unserer Geschichte auch stellen, die Hintergründe und Zusammenhänge verstehen. Diese Erkenntnis hat mich dazu geführt, die Buchreihe zum menschengemachten Artensterben ins Leben zu rufen, eine Buchreihe, die an den Abenteuern meiner Schiffskatzen aber auch den Reiseberichten ihrer zeitgenössischen zweibeinigen Mannschaftsmitglieder und meinen Rechercheergebnissen ansetzt und versucht, die Entwicklungen und Problematik zwar sehr ernsthaft aber dennoch unterhaltsam einer interessierten Leserschaft nahezubringen.
Rotbarts wilde Verwandte Zur Kulturgeschichte des anthropogenen Artensterbens BD 1
Klappentext: Marmorkatze, Sumatratiger, Leopard, Nebelparder oder Schwarzfußkatze. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind vom Aussterben zumindest in freier Wildbahn bedroht. Bereits seit der Entstehung der ersten Zivilisationen werden sie verehrt und verfolgt, ausgerottet und vergöttert. Aber erst mit der europäischen Expansion, der Globalisierung wird mit zunehmender Geschwindigkeit ihre natürliche Lebensgrundlage überall auf der Welt unwiederbringlich zerstört.
„Rotbarts wilde Verwandte“ ist eine kulturgeschichtliche Reise von der Frühzeit über das 17. Jahrhundert, in dem der Prozess der Globalisierung bereits im vollen Gange war, in die Neuzeit bis hin zu den aktuellen Herausforderungen, denen sich der Arten- und Habitatschutz angesichts der sogenannten sixth extinction, also dem sechsten Massenartensterben der Erdgeschichte zu stellen hat. Der Leser taucht dabei ein in die Welt von göttlichen Herrschern, Kulturheroen, menschenfressenden Raubkatzen, skrupellosen Geschäftemachern, historischen Ausrottungskampagnen und schießwütigen Naturforschern. Denn die Kulturgeschichte des anthropogenen Artensterbens ist geprägt von Gier und Machtbesessenheit, wissenschaftlicher Leidenschaft, religiösen Überzeugungen und einer gehörigen Portion Dummheit der Tierart, die sich in ihrer Hybris selbst als Homo sapiens, also als weise und vernünftig bezeichnet.
Leseproben: Mit dem Tod im Gepäck; Kriegszüge gegen die Natur; Der Karakal
Bezugsquellen: Überall im Buchhandel und natürlich im Autorenwelt-Shop – Fair Bücher kaufen
In Zusammenhang mit der Buchreihe zum menschengemachten Artensterben war es mir gelungen, 2022 eine Woche der Nachhaltigkeit an der VHS Werra-Meißner zu initiieren und durch eigene Vorträge und Aktionen mitzugestalten. Die folgenden beiden Videos vermitteln einen Eindruck davon:
Das Veranstaltungskonzept
Die Vorträge
Tierliche Migranten. Zur Kulturgeschichte des anthropogenen Artensterbens BD 2
Klappentext: Südsee: unberührte Natur, Paradiesvögel, traumhaft schöne Korallenriffe, Regenwälder mit wilden Tieren – das sind die Bilder, mit denen Reiseveranstalter uns an das andere Ende der Welt locken möchten. Doch die Europäer, die auf ihren Reisen in die Südsee in den letzten 350 Jahren eine für sie neue Welt entdeckten, in Besitz nahmen und den abendländischen Bedürfnissen anpassten, brachten in ihrem Gepäck tödliche Begleiter für die Flora und Fauna mit. Und sie läuteten ein Zeitalter der ungehemmten Ausbeutung und unwiderruflichen Zerstörung von über Jahrmillionen gewachsenen Ökosystemen ein.
Tierliche Migranten begleitet die Entdecker, Kolonialisten und Unternehmen bei ihren Feldzügen gegen indigene Kulturen und Tiere und gegen selbst eingeführte Schädlinge, sogenannte invasive Arten.
Die Leser lernen die Kulturgeschichte von Tierarten wie Kusu, Kasuar, Tuatara und vielen mehr kennen, die entweder aufgrund menschlicher Einflüsse bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht sind. Dabei wird auch deutlich, dass Migration viele verschiedene Facetten hat. Das Einschleppen regionenfremder Arten ist eine, die Streifzüge von Haien durch die Weiten der Weltmeere eine andere und die jährlichen Wanderungen der australischen Emus, gegen deren Bedrohung die Australier in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts heroische Schlachten schlugen, eine dritte.
Südsee: unberührte Natur – ein Marketingmärchen mit finsterer Vergangenheit und Gegenwart.
Leseprobe aus: Station1 Tasmanien
Bezugsquellen: Überall im Buchhandel und natürlich im Autorenwelt-Shop – Fair Bücher kaufen
Schiffskater Pixies wilde Freunde. Pixies tierliche Begegnungen auf seiner Reise mit James Cook um die Welt
Klappentext: Dieses Buch will einen kleinen Betrag zum Verständnis des menschengemachten Artensterbens leisten. Und da kommt es natürlich ganz gelegen, dass Schiffskater Pixie auf seiner Südseereise seine ganz eigenen Naturbeobachtungen angestellt und zu Papier gebracht hat. Wir haben hier eine gewisse Auswahl getroffen und eher auszugsweise zitiert. So beschränken wir uns auf kurze Beschreibungen ausgesuchter Tiere, die Pixie auf verschiedenen Stationen seiner Reise getroffen hat, um anschließend seine Artgenossen aus der heutigen Zeit mit Ausführungen zur aktuellen Situation der jeweiligen Tierart zu Maunz kommen zu lassen. Ein paar zusätzliche Informationen und Quellen für euch zum Weiterforschen und gegebenenfalls anregende Fragen runden die einzelnen Tierartenportraits ab.
Bezugsquelle und kleine Leseprobe: Nur im Shop der Schiffskatzentaverne
Und wer die Mensch-Tier-Kulturgeschichte gerne wissenschaftlich hat, dem sei hier folgendes Ebook empfohlen:
Beschreibung: Bei der Untersuchung der Mensch-Tier-Beziehungen früher Zivilisationen in Mesopotamien, bilden Ikonographie und Keilschrifttafeln die erste Quelle. Sie zeigen und beschreiben Drachen, Hybriden und mächtige Tiere wie Löwen in ihrer mythologischen, rituellen und profanen Bedeutung. Die Entstehungsmythen weisen weit in die vorbiblische Zeit zurück, deren religiöse und soziale Grundlagen einschließlich der Mensch-Tier-Beziehungen weitgehend unbekannt sind, wie die Interpretationsversuche der Archäologie von Heiligtümern und Siedlungen vorkeramischer neolithischer Gesellschaften zeigen. Der Aufsatz weist unter anderem auf die gesellschaftliche Instrumentalisierung von Tieren sowie die Grenzen des Wissens hin, die sich nicht nur aus einer traditionellen anthropozentrischen Interpretation archäologischer Funde ergeben.
Umfang ca. 35 Buchseiten

















