Ein kultureller Höhepunkt jenseits von Fußballdeutschland

Zugegeben, auf den ersten Blick schien das Timing in verschiedener Hinsicht ein wenig unglücklich. Da „platzte“ doch mitten in die recht intensiven Vorbereitungen meiner digitalen Live-Lesung aus dem ersten Band der Schiffskater-Pixie-Reihe am 22.06.2024 im Cat-Competence-Club das Erscheinen des vierten Bandes Von Otaheite nach Neuholland. Viel Zeit für ein systematisches „Release-Marketing“ auf möglichst vielen Kanälen blieb da nicht.

Ich hatte eigentlich mit einem etwas späteren Erscheinen gerechnet, aber BoD war diesmal mit dem Publikationsprozess unerwartet schnell. Aber halb so schlimm, nun ist das Buch auf dem Markt und der/die geneigte LeserIn kann es inzwischen nicht nur überall im Buchhandel kaufen, sondern sich auf meinem „Lesehits-Blog“ auch schon mal eine etwas längere Leseprobe reinziehen. Und auf der Lesung dürfte ich auch schon den einen oder anderen Fan für die ganze Reihe gewonnen haben.

Kultur ist, wenn man‘s trotzdem macht

🌊 Ahoi, ihr Landratten 🏴‍☠️Heute um 19 Uhr startet unser Pet-Competence-CLUB 🌴Sommer-Special: Die interaktive Lesung mit dem Schiffskatzenexperten und Buchautoren @wolfschwerdt ⚓️
(Bild & Text Pet-Competence-Club)

Aber eine Lesung während der Fußball-EM, die auch noch in Fußballdeutschland stattfindet? Dieses nationale Hochereignis mit Sommermärchen-Fantasien hatten wir bei der Festlegung unseres Termins noch gar nicht auf dem Schirm. Und dennoch hatten sich mehr als zwanzig Gäste im virtuellen Clubraum eingefunden, die den von mir auf virtueller Bühne vorgetragenen Tagebucheintragungen des Schiffskaters Pixie aufmerksam lauschten, sich an den in den Hintergrund projizierten Illustrationen des ebenfalls anwesenden Schiffskatzenmalers Jonny erfreuten und uns am Ende ihre Fragen präsentierten. Eine dieser Fragen empfand ich als besonders spannend: Ob ich denn die Orte, die in dem Buch so lebendig und authentisch beschrieben sind (diese Beurteilung ist natürlich Balsam für die Autorenseele), auch selbst bereist habe.

Geplauder mit interessiertem Publikum

Einmal abgesehen davon, dass mir dafür schlichtweg die Mittel fehlen, ist es auch gar nicht möglich. Sicher, die Orte, die unsere Protagonisten „entdeckt“ haben, existieren rein geografisch gesehen schon. Hinsichtlich der dort damals vorgefundenen und im Buch beschriebenen indigenen Kulturen, der Natur, der Flora und Fauna handelt es sich aber um schon lange verlorene, im Rahmen des Kolonialismus längst europäisierte Welten. Australien oder Neuseeland sind kulturell und zum Teil auch hinsichtlich der Tier- und Pflanzenwelten europäische Kontinente geworden. Ein Besuch der jeweiligen Orte würde also vor diesem Hintergrund keinen wesentlichen Beitrag zur Authentizität oder Lebendigkeit dieser Bücher um Schiffskater Pixie und James Cook leisten können.

Wenn eines zum anderen führt

Was Schiffskater Pixies Tagebuch so authentisch erscheinen lässt, ist die Tatsache, dass ich mich einerseits bei den Ereignissen, Landesbeschreibungen und sogar beim Wetter und anderen „Umweltfaktoren“ sehr eng an den zeitgenössischen Tagebüchern und Reisejournalen der Reisenden der HMB Endeavour orientiert habe. Andererseits habe ich zahlreiche wissenschaftliche Beiträge zur Evolution und Geschichte der jeweiligen Kulturen und vor allem Tierwelten studiert, um die etwas befangene Sichtweise der „Entdecker“ einigermaßen korrekt zu interpretieren. Das hat mithin zu verstörenden Erkenntnissen hinsichtlich der Folgen europäischer Expansion geführt, die dann auch zu meinen Sachbüchern über das menschengemachte Artensterben vor dem Hintergrund der Globalisierung geführt haben. Übrigens auch Jonnys fantastische Bilder, die Pixies Tagebücher illustrieren und die Zuschauer zu berechtigter Begeisterung hingerissen haben, basieren größtenteils auf zeitgenössischen Darstellungen u.a. der an Bord der HMB Endeavour mitgereisten Maler und wissenschaftlichen Zeichner. Und natürlich kommt dann noch ein wenig Fantasie dazu, wie das Meowki aus der Schiffskatzentaverne zeigt, das ich mir anlässlich der Lesung um den Hals gehängt hatte und hinter dem eine kreative Idee von Jonny und mir steckt.

Von führenden Schiffskatzen empfohlen

Wichtiger aber ist, dass das Meowki eines der exklusiven Dinge ist, die anlässlich der Lesung unter den Mitgliedern des pet-competence-clubs verlost werden. Dem beizutreten lohnt sich ohnehin für jeden Katzenliebhaber, denn erstens kostet es nichts und zweitens erfährt man dort (von echten Experten) alles, was man für eine optimale Versorgung und ein glückliches Katzenleben wissen muss. Und nicht zuletzt finden dort auch die online-Clubtreffen in Form der „Katzen-Kaffeeklatsche“ statt, ungezwungene digitale Plauderrunden über Katzenangelegenheiten oder eben, wie am 22.06. auch mal eine Lesung.

Aber das ist noch immer nicht alles, was euch dort erwartet. Am besten ihr schaut einmal selbst.

Und wer sich einen (oder mehr) Schiffskater Pixie 🐈🐈‍🐈 zulegen möchte, die gibt es überall im Buchhandel. Ich persönlich empfehle aber den Autorenweltshop, denn: „Die Autorenwelt ist die einzige Online-Buchhandlung, die Autor*innen jedes Mal mit 7 % beteiligt, wenn eines ihrer Bücher verkauft wird. Zusätzlich zu und unabhängig von dem, was sie von ihrem Verlag erhalten.“

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