Es ist ein Grund zum Feiern! Der zweite Band meiner Reihe „zur Kulturgeschichte des anthropogenen Artensterbens“ wird in wenigen Wochen im Überall im Buchhandel zu erhalten sein. Es war (auch emotional) ein hartes Stück Arbeit, aber ich bin sicher, dass es sich gelohnt hat.
Und deshalb möchte ich auch meine LeserInnen (und die, die es werden wollen) an dem Ereignis mit einer kleinen aber feinen Verlosung beteiligen:
Es ist ganz einfach: Ihr kommentiert unter diesem Post warum ihr das Buch „Tierliche Migranten“ (hier der Klappentext) unbedingt haben möchtet, was euch an diesem Thema besonders interessiert und schon seid ihr im Lostopf und könnt ein persönlich signiertes Exemplar der Sonderausgabe für Lesungen (Taschenbuch 14,8 x 21 mm, 244 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen) samt Lesezeichen, einen Magnetbutton (Rotbarts wilde Verwandte) und die exklusive Tierliche-Migranten-Tasse als Paket gewinnen. Innerhalb von Deutschland sogar portofrei.
Bald ist es soweit: Der zweite Band meiner Reihe zur Kulturgeschichte des menschengemachten Artensterbens steht kurz vor der Veröffentlichung. Heute habe ich die Prüfexemplare für die Buchhandelsausgabe und die inhaltsgleiche Sonderausgabe für Seminare und Vorträge angefordert, in etwa zwei Wochen, nach der Endabnahme, dürfte das Buch dann in Produktion und Vertrieb gehen. Und hier schon einmal der Klappentext:
Südsee: unberührte Natur, Paradiesvögel, traumhaft schöne Korallenriffe, Regenwälder mit wilden Tieren …. das sind die Bilder, mit denen Reiseveranstalter uns an das andere Ende der Welt locken möchten. Doch die Europäer, die auf ihren Reisen in die Südsee in den letzten 350 Jahren eine für sie neue Welt „entdeckten“, in Besitz nahmen und den abendländischen Bedürfnissen anpassten, brachten in ihrem Gepäck tödliche Begleiter für die dortige Flora und Fauna mit. Und sie läuteten ein Zeitalter der ungehemmten Ausbeutung und unwiderruflichen Zerstörung von über Jahrmillionen gewachsenen Ökosystemen ein.
„Tierliche Migranten“ begleitet die „Entdecker“, Kolonialisten und Unternehmen bei ihren „Feldzügen“ gegen indigene Kulturen und Tiere und gegen selbst eingeführte „Schädlinge“, sogenannte invasive Arten.
Das Cover der inhaltsgleichen Seminarausgabe
Der/die LeserIn lernt die Kulturgeschichte von Tierarten wie Kusu, Kasuar, Tuatara und vielen mehr kennen, die entweder aufgrund menschlicher Einflüsse bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht sind. Dabei wird auch deutlich, dass Migration viele verschiedene Facetten hat, das Einschleppen regionenfremder Arten ist eine, die Streifzüge von Haien durch die Weiten der Weltmeere eine andere und die jährlichen Wanderungen der australischen Emus, gegen deren „Bedrohung“ die Australier in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts heroische Schlachten schlugen, eine dritte.
Südsee: unberührte Natur … ein Marketingmärchen mit finsterer Vergangenheit und Gegenwart.
Eine illustrierte Kulturgeschichte des Löwen Kaum ein anderer Vertreter der Katzenspezies ist bei uns so bekannt und bewundert wie der Löwe. Sagen und Fabeln ranken sich seit der Antike um seine Weisheit, seinen Mut, seine Kraft und sein edles Gemüt. Diese Ehrfurcht vor dem zweitgrößten (noch) lebenden Katzentier der Erde hat ihn weder vor regionalen Ausrottungskampagnen noch vor dem Status einer (wie alle großen Katzen) vom Aussterben bedrohten Art noch vor seinem Missbrauch für die heutzutage ganz legal kommerziell organisierte Trophäenjagt bewahrt. Die Kulturgeschichte des Löwen wirft, wie viele andere, ein beschämendes Licht auf die menschliche Zivilisation von ihren Anfängen bis heute. Sie zeigt aber auch, wie tief der skrupellose und zerstörerische Umgang des Menschen mit der Natur und seinen Tieren und Pflanzen in unserer zivilisatorischen DNA verankert ist.
Vortrag 222-00E320 Wolfgang Schwerdt, Kulturhistoriker, Journalist, Buchautor ESW, vhs, Vor dem Berge 1, R. 202 (Aula) Do, 17.11.2022, 18:30-20:00 Uhr 9,00 € (2 UE) Verbindl. Anmeldung bis 10.11.2022
Illustrierte Geschichte eines Geschäfts mit falschen Erinnerungen Es ist nicht das, wonach es aussieht. Diese Aussage trifft nicht nur auf einst so beliebte Souvenirs wie beispielsweise Schrumpfköpfe zu. Oft genug aber handelt es sich bei den Mitbringseln Reisender vergangener Jahrhunderte, deren Sammlungen in naturkundlichen Museen, fürstlichen Menagerien oder Zoos landeten, um genau das, wonach es aussieht, nämlich tote oder lebende Tiere aller Arten, auch inzwischen ausgestorbener oder vom Aussterben bedrohter Spezies. Dabei war auch die Beschaffung wissenschaftlicher und zoologischer Exponate und damit eng verbunden die Großwild- und Trophäenjagd und nicht zuletzt die Fälschungsindustrie schon immer ein gutes Geschäft gewesen. Der Vortrag beleuchtet die historische „Tourismusbranche“ und bietet dabei einige Überraschungen.
Vortrag 222-00E315 Wolfgang Schwerdt, Kulturhistoriker, Journalist, Buchautor ESW, vhs, Vor dem Berge 1, R. 202 (Aula) Do, 13.10.2022, 18:30-20:00 Uhr 9,00 € (2 UE) Verbindl. Anmeldung bis 06.10.2022
Politiker und Museumsfachleute diskutieren heute intensiv darüber, wie denn mit der Problematik des heiklen „Erbes“ umzugehen sei, das aus der deutschen Kolonialzeit stammt. Nach über 100 Jahren stellen sich Fragen bezüglich der Restitution von Kulturgütern und einer Wiedergutmachung von begangenem Unrecht. Togo, Kamerun, Deutsch-Südwestafrika (Namibia) und Deutsch-Ostafrika (Tansania) gehörten zu den Landnahmen des Deutschen Kaiserreichs, die oft auf eine sehr skurrile Weise stattfanden. Der erste Teil unseres Workshops beginnt mit einem gemeinsamen Besuch des Völkerkundlichen Museums in Witzenhausen, Steinstraße 19. Im zweiten und dritten Teil des Workshops werden wir die historischen Gegebenheiten in der Zeit von 1884 bis 1918 betrachten. Mit den Forschungsexpeditionen in die deutschen Kolonien wurden bis dahin auch viele unbekannte Musikinstrumente aus Afrika und Asien nach Europa gebracht. Welche Rolle Musikinstrumente für die Menschen in den besetzten Kolonien hatten, wird unter Betrachtung kultureller, sozialer, emotionaler und religiöser Aspekte diskutiert.
222-00W170 Wolfgang Schwerdt, Kulturhistoriker und Fachbuchautor Karl Brandenstein, Geschichtswissenschaftler M. A. WIZ, Völkerkundemuseum und vhs, Steinstr. 23, R 206 So, 18.09.2022, 15:00-17:30 Uhr Mi, 21.09.2022, 18:00-20:30 Uhr Mi, 28.09.2022, 18:00-20:30 Uhr 49,40 € (9,5 UE/3 Termine) Verbindl. Anmeldung bis 12.09.2022