Blick zurück nach vorn

Ein persönlicher Jahresrück-vorausblick 2022/23

2022 – das wars

Wenn auch ein wenig holperig ließ sich das Jahr 2022 recht gut an. Erstmals konnte ich mich im Rahmen meiner VHS-Dozententätigkeit mit dem Thema auseinandersetzen, das mir inzwischen ganz besonders am Herzen liegt: Dem menschengemachten Artensterben. Woche der Nachhaltigkeit hieß die Veranstaltung im Februar, die ich sowohl konzeptionell und organisatorisch als auch mit inhaltlichen Beiträgen mitgestalten durfte.

Doch dann kam der Überfall Russlands auf die Ukraine, die damit verbundenen realen und spekulativen Preissteigerungen und nicht zuletzt die Inflation. „Die Menschen“ hatten mal wieder „andere Sorgen“ als Klimawandel und Artensterben und so sind meine VHS-Herbst-Bildungsangebote Afrika und der deutsche Kolonialismus, Souvenirs Souvenirs und  Bewundert, gefürchtet, ausgerottet mangels Interesse ausgefallen. Ich möchte das vor dem Hintergrund der „nach Corona“ wiederauflebenden Reise- Konsum- und Feierwelle und den Höhenflügen beim Feuerwerksverkauf nicht weiter bewerten, aber nicht nur meine Bildungs-/Kulturangebote sind den „Zukunftsängsten der Bevölkerung“ durch die Ereignisse zum Opfer gefallen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz habe ich mich auch 2022 als Autor und Publizist betätigt. So ist im April das Ebook der Rotbartsaga. Schiffbruch vor Sumatra erschienen. Im Juni konnte ich mit Tierliche Migranten den zweiten Band meiner Reihe zum Menschengemachten Artensterben veröffentlichen. Mit dem Ebook Entwicklung des Mensch-Tier-Verhältnisses früher Zivilisationen am Beispiel Mesopotamiens habe ich im September einen weiteren Beitrag zu Human-Animal-Studies publiziert.

Nebenbei habe ich (nicht nur) für euch mehr als 30 Bücher gelesen und auf meinen Blogs vorgestellt und wenigstens ebenso viel Blogbeiträge zu verschiedenen Buch-, Arten- oder historischen Themen publiziert. Insofern war das Jahr 2022 durchaus produktiv.

2023 das wirds

Seit rund drei Jahren arbeite ich nebenbei am dritten Band der Rotbartsaga. 2022 hatte ich einen Zahn zugelegt und das Projekt genau einen Tag vor Weihnachten weitgehend abgeschlossen. Damit wird die erste Publikation des Jahres 2023 mit Rotbartsaga. Südpazifische Abenteuer bereits im Januar im Buchhandel erhältlich sein.

Ein weiteres Projekt haben der Schiffskatzenmaler Jonathan Petry und ich kurz vor Weihnachten in Angriff genommen. Schiffskater Pixies wilde Freunde lautet der Titel und wer sich das Cover anschaut, dürfte bereits eine Ahnung haben, worum es da geht. Ein Klick auf den Link verrät auch noch einen anderen „Neustart“ ins Jahr 2023, nämlich die Eröffnung der Schiffskatzentaverne. Die wird zukünftig neben meinem Autorenblog wohl den Schwerpunkt der Kommunikation über meine Projekte darstellen.

Eigentlich steht ja auch noch der dritte Band von Schiffskater Pixie. Mit James Cook um die Welt auf dem Programm, ob der allerdings schon 2023 oder erst 2024 das Licht der Bücherwelt erblickt, steht noch in den Sternen. Weshalb also das „Zwischenschieben“ eines anderen Kooperationsprojektes mit Jonny?

Mitte November teilte mir mein Freund Jonny mit, dass sich das „Katzinom“ nun zum dritten Mal bei ihm eingenistet hat. Zweimal konnte er es in den vergangenen Jahren mithilfe von kraftraubenden Chemotherapien bereits erfolgreich vertreiben und nun geht der Kampf wieder von vorne los. Diesmal ist eine umfangreiche Operation geplant. Und so haben wir nun das obengenannte „Zwischenprojekt“ gestartet, das nicht nur helfen soll, die Ängste in den Hintergrund zu drängen, sondern das ebenfalls die gesundheitliche Situation Jonnys berücksichtigt. Trotzdem wird das Ergebnis wieder etwas ganz Besonderes sein, das eine zahlreiche Leserschaft verdient, zumal es wie vieles, was Jonny „nebenbei“ macht, einem guten Zweck dient.

Mehr habe ich mir für dieses Jahr nicht vorgenommen, denn den Frust über nicht geschaffte Projekte, der gelegentlich die Freude über Gelungenes zu verdrängen droht, möchte ich mir nicht mehr antun. Niemand sollte das!

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen FreundInnen, LeserInnen und UnterstützerInnen ein gesundes, ausgeglichenes, konsumarmes und kulturreiches, glückliches 2023. Möge jeder das erreichen, was für ihn tatsächlich wichtig ist, auch wenn er sich etwas ganz anderes vorgenommen hat.

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