Neue E-Books braucht das (Werra-Meissner) Land

Durch das Land der wilden Holl – mit dem Kindle in die Region

Die Region um Werra, Meissner und Fulda gehört zu den interessantesten Kulturlandschaften Deutschlands. Als ehemalige „Zonenrandgebiete“ haben einige „Ecken“ Nordosthessens und Südniedersachsens jedoch die eine oder andere moderne Entwicklung des Restes der Republik, sagen wir es einmal diplomatisch, strukturell und mental nicht so konsequent wie es sinnvoll gewesen wäre, nachvollzogen.
Ohne Zweifel ein Glück für Abenteurer und Pioniere. Sicherlich, es gibt auch in dieser Region gut gepflegte Wanderwege. Radwanderer durchqueren das Land auf dem Herkules- Radwanderweg und auch ein durchaus vorhandenes öffentliches Verkehrsnetz belegt, dass hier auch zivilisatorische Züge vorhanden sind.
In diesem Buch werden nach und nach verschiedene Aspekte des Abenteuerlandes Werra- Meissner vorgestellt, um zu zeigen, dass diese Region eigentlich zu Unrecht touristisches Entwicklungsland ist. Hier findet man Natur, Kultur, Geschichte im Überfluss und man darf das meiste davon im Gegensatz zu anderen gut erschlossenen und touristisch hervorragend durchorganisierten Regionen, noch selbst entdecken.
Manches allerdings erfordert hier schon auch eine gewisse Portion Humor und Langmut, wie das eine oder andere verbale Augenzwinkern in den Beiträgen dokumentiert. Dieses Buch soll aber zeigen, dass es sich gerade für aufgeschlossene und interessierte Menschen wirklich lohnt, nicht nur durch Nordhessen hindurchzufahren, sondern vor allem hier zu verweilen, zu entdecken, zu erleben, zu Genießen.

Wolfgang Schwerdt: Durch das Land der wilden Holl – Impressionen aus dem Werra-Meissner-Land

Oktober 2011

Umfang: 157.000 Zeichen, 30 Fotos und zahlreiche weiterführende Links

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Die Kekse sind gefallen!

Die Ziehung der Gewinner von „Andre Zeiten, andre Drachen“

Gut 100 Katzenkekse hat unsere Freundin Sonja mit den sechs Samptpfoten, darunter die erfahrene männliche „Lottofee“ Flori, gebacken. 58 davon wurden mit einem Lebensmittelstift durchnummeriert, in das Losglas geworfen und gut durchmischt.

Währenddessen hatte sich Flori ein wenig zurückgezogen, um sich mental auf die Aufgabe vorzubereiten. Der rote Kater wusste, es würde ein öffentliches Ereignis werden, bei dem er sich keinen Fehler erlauben darf.

Hochkonzentriert bereitet sich Flori auf seine kraftraubende Aufgabe im Dienste der lesenden Menschheit vor.

Hochkonzentriert bereitet sich Flori auf seine kraftraubende Aufgabe im Dienste der lesenden Menschheit vor.

Los für Los fischte der Glücksfeekater mit seiner geschickten Pfote aus dem Glas, genauestens beobachtet von nur scheinbar desinteressiertem Publikum, darunter Findus, ebenfalls lukullischer Experte aus Sonjas Katzenclan.
Und während sich der Familieneigene Notarkater Mautz noch einmal abschließend vom ordnungsgemäßen Ablauf der Verlosung überzeugte und die Siegerlose vorsichtshalber „sicherstellte“, gab sich Flori ganz der Erschöpfung, die sein kraftraubender Einsatz im Dienste der lesenden Menschheit zur Folge hatte, hin.

Unter strenger Beobachtung fachkundigen Publikums erfolgte die Ziehung

Unter strenger Beobachtung fachkundigen Publikums erfolgte die Ziehung

. . . und das anschließende Verlesen der Gewinnzahlen

. . . und das anschließende Verlesen der Gewinnzahlen

Und hier sind sie, die Gewinner je eines Exemplares von „Andre Zeiten, andre Drachen“:

– Martina mit Los Nr. 14
– Eva mit Los Nr.  34
– Gurke mit Los Nr. 49

Herzlichen Glückwunsch

Und hier das offizielle Dokumment zur Gewinnziehung

Und hier das offizielle Dokumment zur Gewinnziehung

(natürlich benötige ich die Postanschrift der Gewinner per mail an w.schwerdt@gmx.de).

Für alle anderen Teilnehmer gilt: Nach dem Gewinnspiel ist vor dem Gewinnspiel. Denn wenn im November mein neues Buch „Vampire, Wiedergänger und Untote“ erscheint, werde ich wieder ein kleines aber feines Gewinnspiel veranstalten. Bis dahin bedanke ich mich herzlich bei Euch allen fürs Mitmachen. Vielleicht werden es das nächste mal auch ein paar mehr,  über ein wenig Mundpropaganda für meine Gewinnspiele und Bücher bin ich jedenfalls nicht böse ;-).

Bis dahin bereitet sich Flori erschöpft aber glücklich auf die nächste Ziehung vor

Bis dahin bereitet sich Flori erschöpft aber glücklich auf die nächste Ziehung vor

Und zu Guter Letzt findet Ihr hier das „Losrezept“. Ihr werdet sehen, das sind nicht nur (natürlich sparsam einzusetzende) Leckerlies für Katzen, sondern mit ein wenig Salz darin auch für Menschen!

Man nehme also 250 g Mehl, 125 g geriebenen Hartkäse, 2 Eigelb und 75 – 100 ml Wasser.
Man glaubt es kaum, aber das Zeugs muss einfach miteinander vermischt werden, bis sich ein geschmeidiger Teig ergibt.
Ca. 30 Minuten muss der Teig nun kaltgestellt werden, um danach ausgerollt (auf ca. 5mm Dicke) und mit kleinen Formen (ca. 4 cm Durchmesser) ausgestochen zu werden.
Backpapier auf Blech  – Teiglinge auf Backpapier – und Blech mit Backpapier und Teiglingen in den Ofen.
Bei rund 160 ° C auf mittlerer Schiene etwa 8 Minuten goldgelb backen (ohne Umluft etwa 180 °C )

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Wieder eine Zukunftsfrage

Mein Beitrag zur Blog-Parade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft?

Bianca Gade, die sympathische Networkerin, die mich mit ihren Aktionen immer mal wieder kreativ provoziert, hat eine Blogparade initiiert: „Mit dieser Parade“, so Bianca auf dem netmedia schreib.blog enterprise 2.0, „möchten wir uns ganz gezielt an alle Wissensarbeiter wenden und an solche, die es vielleicht mal waren oder noch werden möchten. Wir schreiben heute eine Blogparade aus, von der wir selbst gespannt sind, wie sie sich entwickelt.“

Nun, „Wissensarbeiter“ bin ich, netzaffin ebenfalls und neugierig allemal. Also habe ich mich entschlossen, mitzumachen, obwohl ich bislang weder wusste, was eine Blogparade ist (Blogparade.FAQ), noch etwas mit der Fragestellung „Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft?“ anfangen kann. Aber genau das meine ich mit kreativer Provokation.

Der Begriff Arbeitsplatz war für „Wissensarbeiter“ wie mich schon immer ein Anachronismus. Denn woraus bestand die Arbeit als PR- und Unternehmensberater in  der Vergangenheit und besteht meine „Wissensarbeit“ als Journalist, Buchautor und Coverdesigner in der Gegenwart und (hoffentlich) Zukunft eigentlich? Zunächst einmal allgemein gesagt nicht in einem Arbeitsplatz im Sinne einer eindeutigen Verortung und auch nicht in einem Arbeitsplatz im Sinne einer Festanstellung, also einer abhängigen (natürlich sozialversicherungspflichtigen) Beschäftigung – ein Konstrukt aus der Industriearbeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Mein Arbeitsplatz bin ich!

Mein Arbeitsplatz – wenn wir bei diesem Begriff bleiben wollen, der mit „meine Arbeit“ treffender besetzt wäre – erstreckt sich zunächst einmal auf all jene realen und virtuellen Orte, die für meine Informationsbeschaffung notwendig sind. Die Informationsverarbeitung findet in meinem Kopf statt, nahezu unabhängig davon, wo der sich gerade befindet. Die Informationsvermittlung beziehungsweise die Publikation ist ebenfalls relativ unabhängig von meinem persönlichen Aufenthaltsort – es sei denn ich halte einen Vortrag oder eine Lesung oder veranstalte eine Präsentation beim Kunden. Diese körperliche und mentale Mobilität war schon immer Bestandteil und Voraussetzung meiner „Wissensarbeit“, die technologischen Entwicklungen haben die konkrete „Wissensarbeit“ nur bedingt, die organisatorischen Rahmenbedingungen einschließlich der Marktstrukturen und Arbeitsinstrumente allerdings erheblich verändert.

Keine Zukunft ohne Demokratie

Es ist in diesem Rahmen wirklich müßig, die Möglichkeiten und Perspektiven zu beschreiben, die die neuen Technologien, das Web, die an jedem Ort – weil ungemein handlich und leistungsfähig – einsetzbaren Arbeitsgeräte mit all ihren virtuellen Kommunikationsmöglichkeiten – einschließlich der überall verfügbaren Cloud – einer immer unabhängiger, transparenter und selbstbestimmter werdenden „Wissensarbeit“ – von der auch ich träume – bieten. Aber diese so oft formulierte Vision – die technologisch bereits heute problemlos denkbar ist – klammert leider viele Realitäten, ohne die diese Vorstellungen eher technoromantische Illusion bleiben, aus.

Konkret bedeutet das: meine Arbeit hat nur dann eine Zukunft, wenn der Zugang zu und die Nutzung der Kommunikationstechnologien verallgemeinert werden. Das setzt aber ein reformiertes Bildungssystem (und zwar eines, das nicht unter dem Primat der Technologie steht, sondern die mentalen Voraussetzungen schafft, diese sinnvoll zu nutzen!) voraus. Das setzt eine wirklich flächendeckende Verfügbarkeit eines schnellen Netzes voraus. Das Grundrecht auf kostenlose Basis-Web-Versorgung, unabhängig vom Einkommen, die Abkehr von der Vorstellung abhängiger Beschäftigung (in allen Bereichen) und die Entwicklung einer wirtschaftsunabhängigen, allgemeingültigen sozialen Sicherungsstruktur, die dafür sorgt, dass dort nicht nur die Bedürfnisse privilegierter Auto- oder IT-industriearbeiter oder der politischen Klasse, sondern auch die der Träger der Informations- und Wissensgesellschaft Berücksichtigung finden.

Keine Zukunft ohne Menschen

Ich stelle mir vor, ich gehe hier im Dorf vor die Tür und kann mich mit den Nachbarn über meine Arbeit, die neuesten web-Ereignisse oder Fragen zur Gestaltung der dorfeigenen Blogpräsentation unterhalten – aber mich versteht hier niemand, weil, um es mal diplomatisch zu formulieren, die Bewohner dieser Region (einschließlich der politischen, administrativen und teils auch kreativen Kräfte) einen sehr engen Bezug zum „Bewährten“ haben. Dabei stelle ich mir auch noch vor, für das Hochladen dieses Beitrags auf mein Blog nicht mehr Zeit zu benötigen, als ich zum Verfassen desselben gebraucht habe. Und schön wäre es, wenn mir mehr Zeit bliebe, mit realen Menschen zu arbeiten und privat zu kommunizieren, statt während meiner Arbeit und Kommunikation im Netz während der up- und downloads oder dem Seitenwechsel über die Natur von Internetfrequenzen philosophieren zu müssen.

In der Schule fängt sie an

Wie schön wäre es, wenn die Kinder in der Schule mit ihren Tabletts oder Pads in der Hand im Geschichtsunterricht beispielsweise meine Kindle-Publikationen „Kulturgeschichtliche Aspekte zu . . . “ lesen und kompetent angeleitet durch den Lehrer (wie sieht es denn bei dem als „Wissensarbeiter“ aus?) oder gegebenenfalls auch durch mich selbst über die darin enthaltenen Links zu weiterführenden Seiten sich interaktiv Inhalte erarbeiten könnten. Das wäre billiger als jedes Schulbuch (und übrigens immer aktuell), vorausgesetzt „Klassensätze von Pads“ würden zur Grundausstattung einer jeden Schulbibliothek gehören.

Vielleicht wird an diesen Träumen deutlich, dass die hier abgefragte Zukunft der „Wissensarbeit“ (oder ging es doch nur um den im gesellschaftlichen Sinne traditionellen Wissensindustrie-Arbeitsplatz) keine Frage von Träumen, Technologie oder der Einstellung von Unternehmen ist. Soll es nicht nur darum gehen den verschiedenen privilegierten Gruppen unseres Landes, die sich auf Kosten vermeintlich unqualifizierter, in jedem Fall aber von der Teilhabe ausgeschlossener Billiglöhner, Aufstocker und HartzIVler, ihre Zukunftsträume verwirklichen, eine weitere hinzuzufügen, sind vor allem anderen neue demokratische gesellschaftliche Rahmenbedingungen für alle erforderlich. Die Zukunft der „Wissensarbeit“ oder sehr viel besser der „Gedankenarbeit“ wie der Autor des Mondspiegelblog vorschlägt, liegt im Blick über den sozialen Tellerrand.

Natürlich ist meine Antwort nur sehr spotartig, meine Gesellschaftsvision innerhalb derer ich ernsthaft meine Vorstellungen vom „Job der Zukunft“ formulieren könnte, würden natürlich eine umfangreichere Publikation erfordern.

Und hier geht’s zum netmediablog, auf dem in den Kommentaren auch die anderen Blogparade-Beiträge zugänglich gemacht sind.

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Die Zukunft liegt in . . . ein Wort an alle Spökenkieker

Was begegnen einem im weltweiten social net nicht alles für Wahrheiten – einzige natürlich – über die Zukunft. So wird es sein, es geht gar nicht anders, das liegt doch auf der Hand oder?

„Die Zukunft liegt in den Händen der vernetzten Autoren oder schreibenden Netzwerker.“

„Die Zukunft liegt im E-Book“

„Die Zukunft liegt in den erneuerbaren Energien, also Wind, Wasser, Sonne.“

„Die Zukunft gehört dem Elektroauto“

„Die Zukunft liegt im virtuellen social networking“

„Die Zukunft liegt . . . . “

Wirklich?

Tatsächlich dürfte die prognostizierte Zukunft im Vorstellungsvermögen, der Interessenlage und dem Glauben des Prognostikers liegen. Das ist durchaus legitim, sollte jedoch keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben.

Die Zukunft jedenfalls liegt in der Zukunft.

Die Zukunft liegt vielleicht . . . . vielleicht aber auch . . . möglicherweise aber auch dort, wo wir sie auf unserem heutigen Wissensstand gar nicht vermuten können.

Immerhin lag im 18. Jahrhundert die Zukunft der Menschheit und der Menschlichkeit in der Dampfmaschine und der Industrialisierung – worin nach damaligem Kenntnisstand auch sonst? Inzwischen entspricht diese damals einzig vorstellbare Zukunft nicht einmal mehr der Vergangenheit, geschweige denn der Gegenwart.

Mit der Gegenwart in die Zukunft

Eines lässt sich mit absoluter Sicherheit sagen: der Weg in die Zukunft ist nicht eingleisig, sondern hält viele Optionen bereit, sei es parallel, sei es ineinander verwoben. Die Zukunft ist wie das Leben multidimensional und in seiner Entwicklung im Kleinen wie im Großen unberechenbar. Und sie beinhaltet immer auch die Vergangenheit, die mit der Zukunft eben nicht einfach verschwindet. Wer die Zukunft bereits zu kennen glaubt und seinen Weg dorthin konsequent an dieser Kenntnis ausrichtet, verschließt sich ihr mit großartiger Geste.

Vielleicht ist der beste Weg in die Zukunft, die Gegenwart am Menschen und seiner Umwelt und nicht an Wirtschaft oder Technologie orientiert zu organisieren – das zumindest wäre meine Vorstellung von der Zukunft, denn die Gegenwart können wir gestalten, die Zukunft ist bestenfalls das Ergebnis der gegenwärtigen menschlichen Bemühungen.

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Erfolgsautoren der Zukunft

Mit dem E-Book in die Charts?

Wer hier eines der typisch amerikanischen Erfolgsrezepte für Selfpublisher erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Denn es macht wenig Sinn, ehrfürchtig auf den amerikanischen E-Book-Markt zu starren und sich von den Argumenten der sich selbst vermarktenden bloggenden Selfmade-Experten amerikanischer Mentalität beeindrucken zu lassen.

Tatsächlich sind sowohl die Verlagsstrukturen, die E-Publishing-Kultur, die amerikanische Mentalität und nicht zuletzt die Verhaltensweisen der Marktteilnehmer, zu denen auch noch die Leser und Agenturen gehören, nur bedingt auf den europäischen und hier zudem auf den deutschsprachigen Raum übertragbar. So sind Publikationszahlen amerikanischer Kindle-Autoren als Erfolgsmaßstab für die deutschen Kollegen allein angesichts der sehr unterschiedlichen Entwicklungsstufen des Gesamtmarktes kaum geeignet.
Noch weniger aber sollte man sich von jenen amerikanischen Kollegen beeinflussen lassen, die das Selfpublishing und die E-Books nur deshalb für sich entdeckt haben, weil die etablierten Verlage schlichtweg zu blöd waren, deren literarisches Genie zu erkennen. Wenn diese Schriftstellerkollegen dann zusammen mit ihren unverzichtbaren, weil persönlichen Frusterfahrungen zum Wohle aller an die Öffentlichkeit gehen, um dabei auch gleich auf ihren ebenso unverzichtbaren und käuflich zu erwerbenden Ratgeber „wie sich mein Liebesleben durch das Kindlemachen für immer verändert hat und wie es auch Ihnen innerhalb von drei Tagen ewige Glückseligkeit bringen kann“, dann ist das zwar sehr amerikanisch, für jemanden, der hierzulande ernsthaft eine Schriftstellerkarriere anstrebt aber nur bedingt hilfreich.

Globalisierung hin, Globalisierung her, Amerika ist nicht Europa und schon gar nicht Deutschland. Was hier funktioniert, stößt in den USA auf Unverständnis und umgekehrt. Wir müssen hier als Autoren unsere eigenen Wege gehen und vor allem auch unsere eigenen Erfahrungen machen und konstruktiv – und mein Geheimtipp: kooperativ –  umsetzen. Für die Einsicht, dass man sich als unbekannter Autor selbst vermarkten muss, als Preis für die durch die neuen Technologien entstandenen publizistischen Freiheiten, bedarf es lediglich eines ganz kurzen Nachdenkens und keiner amerikanischen Nachhilfe. Wie diese Selbstvermarktung, dieser Selbstaufbau des Autors als Eigenmarke konkret aussehen kann, welche Instrumente es dafür gibt, darüber kann man sich über das Web und die social networks relativ gut informieren und dann ist da noch der Aspekt der Kreativität, die einem Buchautor natürlich nicht ganz fremd sein sollte.
Die Kernbotschaft aber ist: Erfolgreich wird sein, wer nicht kopiert. Wir müssen keine amerikanischen Verhältnisse und Denkweisen im europäischen „Buchmarkt“ vorantreiben. Wir brauchen einen Buchmarkt in Europa, der den besonderen kulturellen Eigenheiten dieses Großraumes entspricht. Mit den Möglichkeiten des zweifellos zukunftsweisenden E-publishing haben es nun mehr denn je die Autoren in der Hand, den Markt qualifiziert neu zu strukturieren. Ein wenig mehr Selbstbewusstsein der E- und Selfpublisher gegenüber den etablierten Verlagen, die sich gerne bei uns um die Veröffentlichung unserer Bücher bewerben dürfen, ist da durchaus angebracht.

Ihr Wolfgang Schwerdt

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