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Bestellt doch mal autorenfreundlich

Einige meiner Bücher jetzt auch im Autorenwelt-shop

Viele Leser wissen es nicht, aber der Autor steht mit seinen Tantiemen am unteren Ende der Buchmarkt-Nahrungskette. Nur wenige Schriftsteller (ob Verlags- oder Selfpublisher) können von ihren Büchern leben. Denn die Verlage, der Großhandel und der Einzelhandel, sichern sich zuerst ihren Anteil am Kuchen und auch die Drucker, Lektoren, Illustratoren, Setzer, Layouter und Korrektoren wollen natürlich für ihre Arbeit bezahlt werden. In der Regel bleiben dem Verfasser der Bücher bei den Verlagen etwa 8% (brutto) vom Nettoverkaufspreis. Der Selfpublisher muss seine Publikationskosten ebenfalls über den Buchverkauf einspielen, seine Marge ist jedoch auch hier nicht besonders hoch, will er mit seinem Buchpreis halbwegs wettbewerbsfähig bleiben. Denn die Publikationsdienstleister wollen ja auch noch „etwas“ verdienen.

Die (großen) Verlage können ihre Marktmacht naturgemäß bis hinein in die Politik (z.B. Gestaltung des Urheberrechts) einsetzen und verstehen das öffentliche Bewusstsein für ihre Interessen einzunehmen (Mythos: Nur ein Verlag sichert die literarische und handwerkliche Qualität eines Buches). Der stationäre Buchhandel zieht ebenfalls in eigenem kommerziellen Interesse in seinem Kampf gegen den bekannten Online-Marktriesen die Buchkäufer mit der moralischen Keule auf seine Seite. Jene, ohne die ein Buch nur aus leeren Seiten bestünde und bestenfalls als Notizbuch Verwendung finden könnte, müssen mangels ökonomischer und institutioneller Potenz ohne schlagkräftige Lobby auskommen. Da trifft es sich gut, dass es mit der Autorenwelt inzwischen auch eine Plattform gibt, die sich ganz praktisch für die spezifischen Interessen der Autoren einsetzt.

So leitet beispielsweise der Autorenwelt-shop, der als ganz normaler Buchhändler agiert, aus seiner Marge beim Buchverkauf 7% zusätzlich an den Autor weiter (und geht dabei übrigens nicht pleite!), immerhin nahezu eine Verdoppelung der üblichen Schriftstellertantieme. Der Leser muss übrigens keinen Cent mehr bezahlen und Versandkosten fallen ebenfalls nicht an. Wer also nicht bei Amazon bestellen will und trotzdem die selbst publizierenden Produzenten des Stoffes unterstützen möchte, der den eigentlichen Grund des Buchkaufes darstellt, sollte sich unbedingt mal im Autorenwelt-shop nach seiner Lektüre umschauen. Dort sind inzwischen auch ein paar meiner Bücher zu beziehen, wie die folgende Liste zeigt.

Rotbartsaga: Schiffbruch vor Sumatra, Hardcover ( zur Shop-Seite )
Rotbartsaga: Schiffbruch vor Sumatra, Taschenbuch ( zur Shop-Seite )
Rotbartsaga: Das Vermächtnis des Kapitäns Carl Carlszoon ( zur Shop-Seite )
Vampire, Wiedergänger und Untote ( zur Shop-Seite )
Andere Zeiten, andere Drachen ( zur Shop-Seite )

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Autorenkosmos 4

Sind wir nicht alle ein wenig dependent? Über die Notwendigkeit neuer Wege im Literaturgeschäft

Gill-PelletanIndies: Im Buchmarkt waren das zunächst jene Autoren, die sich die neuen technologischen Möglichkeiten zunutze machten und ihre Manuskripte unabhängig von den klassischen Verlagen publizierten, die Independent Publisher eben. Aber bedeutet Veröffentlichen ohne einen klassischen Verlag wirklich Unabhängigkeit?

Als Indie bezeichnen sich inzwischen auch Verlage. Sie sind meist klein, oft genug entstanden aus dem Bedürfnis des Verlegers die eigenen Bücher zu produzieren und zu vermarkten, sich sozusagen als Autor oder Literaturfreund (das muss natürlich kein Gegensatz sein 😉 ) mit einem eigenen Verlag unabhängig vom literarischen Filter der klassischen Häuser zu machen. Hat sie das nun tatsächlich in die Unabhängigkeit geführt?

In der Auseinandersetzung mit den Buchhandelsketten und Amazon sind nun auch die unabhängigen Buchhändler in die Öffentlichkeit getreten. Jene Bücherfachgeschäfte, die für sich in Anspruch nehmen, eine besondere Funktion im Kampf um den Erhalt und die Förderung der guten Literatur einzunehmen, unabhängig von . . . ja wovon eigentlich? Weiterlesen

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