Archiv der Kategorie: Autorenkosmos

Autorenkosmos 3

Autoren, Verlage und der Reziplagmatismus

Ja, ich gebs zu, Reziplagmatismus ist meine Wortschöpfung, zum Erheischen von Aufmerksamkeit für diesen Beitrag. Ich hätte natürlich auch schreiben kommen: Autoren, Verlage, ihre Plage mit den Rezensionen und der pragmatische Umgang mit denselben. Thema sind dabei allerdings nicht in erster Linie die mit den Waffen der Lesermeinung ausgetragenen Kleinkriege verfeindeter Literaturstämme in den Tiefen des digitalen Amazonurwaldes. Vielmehr denke ich hier einfach mal über den Sinn und Unsinn von Rezensionen für den Autor und die Verlage nach. Dass ich in diesem Zusammenhang auch die Frage nach dem Verteilen von Rezensionsexemplaren aufwerfe, versteht sich von selbst. Weiterlesen

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Autorenkosmos 2

Der Autor, das unbekannte Wesen

Folgt man der in einschlägigen Online-Literaturkreisen und den Medien überwiegend veröffentlichten Meinung, so hat jeder Autor das unbändige Bestreben, für seine Manuskripte einen Verlag zu finden. Die Werke, die ein independent publisher publiziert – und dann auch noch als E-Books – gelten demnach in der veröffentlichten Meinung als entweder literarisch und/oder handwerklich schlecht oder bestenfalls als Instrument, einen Verlag auf sich aufmerksam zu machen und in seine starken publizistischen Arme aufgenommen zu werden. Erst dann, so scheint es immer wieder durch, ist ein Autor ein echter Autor und erst dann, so wird suggeriert, darf sich ein Autor auch als echter Autor fühlen. Weiterlesen

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Autorenkosmos 1

Die Literatur-Guerilla – eine Frage der Kultur (oder Kultur unter Strom)

Gedanken zum moralisch korrekten Autorenmarketing

Eigentlich ließen sich die ganzen merkwürdigen Auseinandersetzungen, die derzeit die unterste Schublade des Buchmarktes erschüttern einfach als skurriles Randgruppenproblem abtun. Aber ganz offensichtlich werden die Randgruppen vor allem im Bereich des independent publishing (also der verlagsunabhängigen Buchautoren, der sogenannten Indies) gegenwärtig immer aggressiver.  Und obwohl man doch annehmen sollte, dass Menschen, die sich mit Literatur befassen, auch in der Auseinandersetzung ein gewisses Niveau entwickeln, findet im Rahmen von Facebook-Scharmützeln, Amazon-Rezensionsschlachten oder donnernder Indie-Kollegenschelte auf Autoren-Literatur-Blogs derzeit eine Schlammschlacht statt, die das RTL-Frauentauschniveau noch um Größenordnungen zu unterbieten in der Lage ist. Normal ist das nicht (und es schleicht sich das Gefühl ein, dass das auch für den einen oder anderen Beteiligten gilt). Tatsächlich stellt sich die Frage, was eigentlich hinter dieser geradezu hemmungslosen verbalen Messerstecherei zwischen Fake-Account-Maskierten Literaturgangs steckt. Weiterlesen

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Autorenkosmos

Schwerdts Kolumne zur Lage „Literaturdeutschlands“

Heiß geht es gelegentlich her, wenn der Kampf um Leser entbrennt. Es sind nicht immer die Autoren, die sich da verbal befehden, zahlreiche andere Professionen und Interessen mischen da mal mehr, mal weniger offen fröhlich mit. So sind die Argumentationen zur Qualität von Literatur und Autoren – je nach Interessenlage – ebenso unterschiedlich wie die Vorstellungen von dem, was der Leser möchte, was der Autor muss, was die Verlage können und wie der Buchhandel denkt. Einige derer, die sich ständig am Lautesten und Entschiedensten zu Wort melden, genau wissen, wo es lang geht, was Autor muss und was er nicht darf, leiten ihre „ehernen Literaturgesetze“ oft aus ihrer persönlichen Situation, gelegentlich auch aus einer sorgfältig kultivierten Unkenntnis des Gesamtmarktes oder literarischen Stammtischerkenntnissen ab. Andere wiederum wissen genau wovon sie reden, verraten aber nicht, aus welchem Grunde sie den Autoren eindimensionale Wahrheiten einzuimpfen versuchen. Weiterlesen

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