712: Die erste erhaltene schriftliche Chronik Japans, das Kojiki ist erschienen

Mythen für die Macht

Das Kojiki, übersetzt etwa „Nachrichten von alten Ereignissen“, wurde vom Schriftgelehrten am japanischen Hof O no Yasumaro nach dem Diktat des kaiserlichen Vertrauten Hiyeda no Are verfasst und dem Hofe im Jahre 712 vorgelegt. Es handelte sich um eine Auftragsarbeit des Kaisers Temmu (*631; + 686), die einerseits die Legitimation durch göttlichen Ursprung des Kaiserhauses gegenüber Volk und vor allem Adel begründen, andererseits die Position der japanischen Kaiser und ihres jungen Reichs gegenüber dem chinesischen Kaisertum zu stärken. Lesen Sie weiter auf GeschiMag

 

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Neues E-Book: Mythen, Macht und Monster

Man muss sie alle haben

 

Mit „Mythen, Macht und Monster“ ist nun mein drittes Buch über die Kulturgeschichte von Mythen und ihren Protagonisten erschienen. Während sich „Andre Zeiten, andre Drachen“ in erster Linie mit dem spannenden und komplexen Thema der Kulturgeschichte des Drachen von der Frühzeit bis Heute im vorderasiatisch-europäischen Kulturraum befasst, handelt „Vampire, Wiedergänger und Untote“ von den Grenzgängern zwischen Dies- und Jenseits, ebenfalls über den gesamten kulturgeschichtlichen Zeitraum hinweg.

„Mythen, Macht und Monster“ versucht nun, anhand unterschiedlicher Beispiele und Herangehensweisen einen Eindruck von der komplexen und vielschichtigen Rolle und Funktion von Mythologie und ihrem untrennbaren Zusammenhang mit Macht, Herrschaft und gesellschaftlichen Strukturen zu vermitteln. Es spannt den Bogen von den ersten vorderasiatischen Zivilisationen über die Griechen bis hin zu den Kelten. Es betrachtet die mittel- und südamerikanische und Götter- und Monsterwelt und widmet sich nicht zuletzt der japanischen Geschichte, deren Mythologie die noch heute gültige offizielle historische Chronologie Japans darstellt.
Entstanden sind die einzelnen Aufsätze aus den kulturgeschichtlichen Vorträgen des Autors und aus Sach- und Fachbuchrezensionen. Daraus erklärt sich auch die unterschiedliche Art der Aufarbeitung des Themas, die sich mal eng an einem konkreten Mythos orientiert, mal übergreifender Natur ist, mal methodische, mal politische oder formale Fragen in den Vordergrund stellt. Die Lektüre dieses Buches gibt also ein abwechslungsreiches und in seiner Gesamtheit durchaus umfassendes Bild zum Thema „Mythen, Macht und Monster“ und wartet inhaltlich mit einigen Überraschungen auf. Der inhalt:

Vorwort

Die Entstehung der ersten städtischen Zivilisationen
Babylon und die Götter
Die Urdrachen
Entwicklungen und Kontroversen in alttestamentlicher Zeit

Die Götterwelt Südamerikas
Götter und Monster in Mesoamerika
Götter und Monster in Südamerika
Japan und seine Drachen

Monster der Antike
Titanen, Drachen und Gorgonen – Die Ungeheuer der griechischen Mythologie
Kadmos und der Drache
Gottheiten und Monster der Inselkelten

Mythen, Macht und Monster im Wandel der Zeiten
„Sphinx, Amazone, Mänade – bedrohliche Frauenbilder“
„Amazonen“ eine Ausstellung über die geheimnisvollen Kriegerinnen
Amazonen, Geheimnisvolle Kriegerinnen – das Buch zur Ausstellung
Schädelkult – Das Begleitbuch zur Ausstellung
Erscheinungsbild des Drachen
Janina Drostel: Drache, Einhorn, Basilisk
Der Drache von Loch Ness
Der Vampirglaube in Südosteuropa – Rezension einer Studie zum Volksglauben

Die drei Bücher ergänzen sich aufgrund ihrer unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkte und des gemeinsamen Basisthemas hervorragend. Und wer sich für das Thema „Mythen, Macht und Monster“ interesseiert, sollte sie alle lesen.

„Mythen, Macht und Monster“

„Andre Zeiten, andre Drachen“

„Vampire, Wiedergänger und Untote“

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Ausgrabungen in Uruk 1912 von der Deutschen Orient-Gesellschaft aufgenommen

Spotlights der Geschichte – Jahreszahlen mit der 12

Uruk, die legendäre sumerische Stadt am Euphrat ist seit 1912 ein Ort systematischer Ausgrabungen durch deutsche Institute. 1912 hatte die Deutsche Orientgesellschaft, von 1928 bis 1941 dann die Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft (1954 wurden sie dem Deutschen Archäologischen Institut angegliedert) in den Ruinen der Stadt, aus dem 5./4. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung gegraben. Weiterlesen

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Spotlights der Geschichte – Jahreszahlen mit der 12

Die Schlacht von Saint-Mathieu

Möglicherweise war es ja die erste Seeschlacht, in der Kanonen auf speziellen Geschützdecks eingesetzt wurden. Und sicherlich darf man die denkwürdige Schlacht von Saint-Mathieu zwischen einer französisch-bretonischen und einer englischen Flotte, die sich am 10. August 1512 vor der französischen Hafenstadt Brest ereignete als eine der Grundlagen englischer Seegeltung verstehen. Weiterlesen

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2011 Odyssee im Webraum

1. Akt: Der Morgen des E-Books

 

Eine Gruppe von Holzbuchmenschen bewegt sich zwischen großen Verlagen, unbeachteten Autoren und mit billigem Mainstream gefütterten Lesern. Alle kämpfen um ihr Überleben im Literaturdschungel. Die Verlage versuchen, sich gegenseitig in Fluten kostenloser Rezensionsexemplare zu ertränken und sich darüber möglichst große Lesergruppen zu unterwerfen. Internationale Großbuchhändler versuchen den Verlagen ihre Gewinne und Marktanteile abzujagen. Die Autoren kämpfen um ihre nackte Existenz.
Eines Morgens erwacht die Holzbuchmenschengruppe neben einem mächtigen Monolithen, der zunächst unbemerkt von den Vor-E-Book-Menschen in den Literaturdschungel gebracht wurde. Der Zweck dieses Monolithen ist noch kaum jemandem klar, und so umtanzen die Vor-E-Bookmenschen völlig verängstigt den Kulturmonolithen, bevor der eine oder andere aus ihrer Mitte es wagt, ihn vorsichtig zu berühren. Langsam stellt sich eine Bewusstseinsveränderung ein. Autoren beginnen E-Books als Werkzeuge zu ihrer literarischen und wirtschaftlichen Emanzipation zu bergreifen, die ersten Leser entdecken die Vorteile der freien Verfügbarkeit von Literatur, neuer Formen des Lernens und Studierens und beginnen sich unabhängig von den Marketingaktivitäten großer Verlage eigene Urteile über die Qualität des Gelesenen und zum Literaturbetrieb zu bilden.
Schließlich hat sich das Leben der Vor-E-Book-Horde entscheidend verändert. Autoren und Leser haben mit dem E-Book und Selfpublishing ein neues Kulturwerkzeug entdeckt dessen intelligente Nutzung die (Um)Welt und Gesellschaft verändern und die kulturelle Definitionsmacht der großen traditionellen Marktteilnehmer in seine Schranken weisen wird.

Das Foto zeigt den Kulturmonolithen von Wolfgang Schwerdt, der seine „Kulturgeschichtliche Aspekte Reihe“ (E-Books) und „Kleine Kulturgeschichten aus dem Vergangenheitsverlag“ (Print und E-Books) miteinander vereint. Siehe auch die Links in der linken Sidebar.

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